Mann sein

Mann-Sein in Mann seinDas Thema „Mann-Sein“ beschäftigt mich bereits, seit ich als junger Psychologie-Student durch die langen Reihen der Abteilung „Geschlechterforschung“ der Universitätsbibliothek Bielefeld stöberte, auf der Suche nach den wenigen Männerbüchern, die es Anfang der 90er Jahre schon gab: Böhnisch und Winters „Männliche Sozialisation“, Connells „Masculinities“, Brods „The making of masculinities“. Vielleicht begann alles auch ein paar Jahre zuvor, als ich dem Verhaltenskodex für männliche Jugendliche entweder nicht entsprechen wollte (Frauenabwertung, Prügeleien, Athletik, Promiskuität) oder konnte (Prügeleien, Athletik, Promiskuität).

Auf jeden Fall aber lässt mich das Thema der Konstruktion männlicher Identität seit gut zwei Jahrzehnten nicht mehr los. Die theoretische Frage, wie Männlichkeit in unserer Gesellschaft konstruiert wird, interessiert mich (fast) ebenso wie die praktische Frage, wie Männern mit ihrem Leiden, ihren Sorgen oder auch ihrem Mangel an Zugang zur eigenen Innenwelt solidarisch beigestanden und therapeutisch geholfen werden kann. Ich bin sehr froh, dass ich aus diesem persönlichen „Steckenpferd“ einen Beruf machen konnte.

Dieser Abschnitt soll eine ungeordnete Sammlung von Überlegungen zum Thema „Mann-Sein“ werden – dauerhaft in Überarbeitung, in Veränderung, eben so wie das Mann-Sein selbst. Es besteht kein Anspruch, keine Hoffnung, ja nicht einmal der Wunsch nach Vollständigkeit. Womit hier eines der zentralen Prinzipien traditioneller Männlichkeit, nämlich das der perfektionistischen Ergebnisorientierung, konterkariert wird – und das ist auch gut so!

Wenn Sie Interesse haben, klicken Sie bitte auf “Interessante Links zum Thema Mann-Sein”!